Mein Schlusswort

Liebe Wähler,
ich (Ralph Gawlick, Kandidat im Wahlkreis 7) möchte mich heute noch einmal bei Ihnen melden, um um Ihre Stimme am Sonntag zu werben. Sicherlich haben Sie mit Interesse den Wahlkampf aller Parteien beobachtet. Sicherlich haben Sie dabei auch festgestellt, mit welch primitiven Mitteln die öffentliche Meinung beeinflusst werden sollte.

Wahrnehmungspychologisch unternahm eine der beiden großen Parteien den Versuch, durch massiges Bombardieren der Menschen mit übergroßen Köpfen auf Stimmenfang zu gehen. Die andere große Partei hielt sich diesbezüglich anfangs etwas zurück, doch mit einer weiteren Plakataktion haben sie noch einmal nachgelegt. Früher zu Zeiten das Kalten Krieges nannte man dies wettrüsten. Und es wurden weitere schwere Geschütze aufgefahren. So ging es mittlerweile so weit, dass einer der Bürgermeisterkandidaten passend vor der Wahl negative Schlagzeilen aufgrund einer Strafanzeige gegen ihn erhielt. Ich persönlich kenne die wahren Hintergründe nicht, kann sie nicht beurteilen, aber für mich (der ich ja auch ein freier Wähler bin) stinkt so etwas aufgrund des Zeitpunktes zum Himmel.

Dann gab es die untauglichen Versuche einer Partei, die ebenfalls das Wort “Frei” in ihrem Namen hat, durch rhetorische Fragestellung Jungwähler zu beeinflussen. Es wäre ja wohl nicht richtig, sich durch einen einfachen Eisgutschein seine Stimme abkaufen zu lassen. Dieser eindeutige Seitenhieb dieser Partei wird sie auch wohl nicht vor ihrem Untergang bewahren. Recht hat Herr Holtmann ja grundsätzlich mit seiner Aussage. Auch ich traue den jungen Menschen sehr wohl zu, dass sie imstande sind, die Parteien zu vergleichen und sich nicht durch ein Eisbällchen zu ihrer letzten Entscheidung drängen zu lassen. Nein, unser Ziel war es, eine kleine Aufmerksamkeit zu schenken. Mehr nicht. Andere Parteien verteilen Kugelschreiber und Schälmesser (weil damit der Verstand angeblich messerscharf wird:-), wir halt Eisbällchen und Würstchen. Ja, so ist das halt im Wahlkampf.

Ich persönlich habe übrigens bewusst darauf verzichtet, mich Ihnen in meinem Wahlkreis aufdrängen zu wollen. Ich finde es persönlich als schrecklich, wenn fremde Menschen an den Türen klingeln und ihr Produkt (in diesem Falle halt ein Parteiprogramm) verkaufen wollen. Aber das muss letztendlich jeder für sich entscheiden.

Nein, ich finde da kleine Aktionen, bei denen man sich selber nicht immer ganz so ernst nimmt, viel besser. Ich erinnere an mein Plakat “Bunter Vogel” (siehe oben). Ich möchte lieber ein kleines Schmunzeln erreichen, anstatt zu aufdringlich zu belästigen. Ich hoffe, mir ist dies gelungen.

Natürlich ist mir vollkommen klar, dass auch diesbezüglich die Meinungen auseinander gehen werden. Aber mir war es immer wichtig, authentisch bleiben zu wollen. Und ich hoffe, zumindest das ist mir gelungen.

Liebe Wähler (ich vermeide bewusst diese politische Sprache von männlich und weiblich, wir sind alle Wähler, mehr nicht), falls Sie meine oben genannten Dinge ein bisschen überzeugt haben, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie der FWO dann am Sonntag auch ihre Stimme geben könnten.

PS: Bei all der Kritik, die ich oben geübt habe, möchte ich zumindest nicht unerwähnt lassen, dass ich den Wahlkampf einer Partei mit der Farbe des Waldes und der Wiesen zumindest als fair empfunden habe. Das verdient Anerkennung. Und das sage ich ganz ehrlich, da jeder weiß, dass ich deren Gesinnung nicht unbedingt nahe stehe.

Ich bin halt ein bunter Vogel und versuche mich mit jeglicher Ideologie fair auseinander zu setzen. Vielleicht, wer weiß, habe ich dazu dank Ihrer Stimme auch zukünftig die Möglichkeit.

Ihr Ralph Gawlick
Ein bunter Vogel

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